Vom 4. bis 13. September gibt es bei der WM Weltklasse-Basketball live in Berlin – und wir freuen uns wie verrückt. Hier sind unsere Top 5, warum sich Hinschauen lohnt.




1. If you can see her, you can be her. *
Frauen im Sport – schon mal gesehen? Leider immer noch viel zu selten, aber immerhin öfter als früher; vor allem dank Insta und YouTube. Und jetzt bald: live in Berlin – die Basktball-WM der Frauen.
Wenn Mädchen andere Frauen im Sport erleben, erweitert das ihr Bild davon, was für sie selbst möglich ist. Und dabei geht es nicht um Spitzensport, sondern einfach darum, zu erleben, dass Frauen Sport machen: junge Leistungsspielerinnen, Sportlerinnen, die alles geben, erwachsene Frauen, gar Mütter (wobei diesmal ist keine dabei, aber Lauren Jackson war 2024 bei Olympia schon sehr beeindruckend!).
* Der Psychologe Albert Bandura hat gezeigt: Wir trauen uns selbst mehr zu, wenn wir sehen, dass Menschen „wie wir“ etwas schaffen – dieser Effekt ist stärker, je mehr wir uns mit der beobachteten Person identifizieren können (z. B. im Geschlecht oder Herkunft).
2. Stereotypen entgegenwirken
Diese Frauen machen keinen Sport, um die Figur zu halten oder gut auszusehen … Wenn man Julie Vanloo die Arme flexen sieht, weiß man sofort, dass sie alles Krafttraining nur für diesen Moment macht: wenn sie einen No-Look-Pass spielt, den ihre Mitspielerin zu einem Korb verwertet.
Sei live dabei!
Tickets für die Vorrunde (4.–7. September) – oder live und kostenlos bei MagentaSport, ganz ohne Abo.
3. Einschränkungen und Rückschläge verarbeiten
Lina Sontag lebt seit ihrem 7. Lebensjahr mit Typ-1-Diabetes un haut in der Defense alles weg. Leonie Fiebich hat sich gerade erst nach einer Fußverletzung eindrucksvoll zurückgemeldet.
Und das ist auch wichtig: Satou Sabally setzt aus, um nach der 2. Gehirnerschütterung innerhalb eines Jahres erstmal richtig gesund zu werden.
4. Einfach guten Basketball sehen
Das irre Teamplay der Spanierinnen, die Energie der Belgian Cats, die chinesischen „Triple Towers“ Xu Han, Yueru Li und Ziyu Zhang, … dazu das Who ist Who der WNBA, verteilt auf alle 16 Teams. Frieda Bühner! Marine Johannès und Gabby Williams! Aj’a Wilson! Es wird so großartig!
5. Weil jedes Ticket, jeder Blick, jedes Gespräch zählt

Aufmerksamkeit ist bei Frauen-Basketball noch keine Selbstverständlichkeit – alle, die hinschauen, tragen dazu bei, dass sich das ändert: dass Frauen im Sport Normalität werden, dass Geld in Mädchen und Frauen investiert wird, dass es für Mädchen normal wird, ihr Leben lang Sport zu machen.
Und warum sollten Jungs und Männer Frauen im Sport sehen?
50% der Menschheit sind Mädchen/Frauen! Plus alle schon angebrachten Argumente:
Auch Jungs formen ihr Bild davon, was Frauen leisten können, aus dem, was sie beobachten. Und das Bandura-Prinzip bezieht sich gar nicht zwingend aufs Geschlecht: Idole kann man überall finden.
Zur Autorin:
Julia Harms
Julia liebt Highlight-Videos und erinnert sich immer gerne an ihr erstes WNBA-Erlebnis 2007 bei den Seattle Storm. Da sie noch sehr gut weiß, dass man in den 1990ern Profi-Basketball nur in Text-Auszügen miterleben konnte, freut sie sich umso mehr auf die Basketball-WM live in Berlin.

